Das Gut befand sich von 1782 bis 1902 im Familienbesitz. Sie ließen das Herrenhaus zwischen 1854 und 1857 im Stil der Neogotik umbauen. Es folgte als Eigentümer Anton v. B., im Besitz seiner Familie verblieb das Gut bis 1945. Das Herrenhaus erfuhr ab 1911 weitere Umbauten nach Plänen des Architekten Paul Korff, bei denen die Seeterrasse und ein Turm entstanden. Nach 1945 diente es vorerst als Unterkunft für Flüchtlinge, später als Gemeinde- und LPG-Büro, Schule, Kindergarten und Konsum. Nach einigen Jahren Leerstand erwarb 1996 ein Kasseler Geschäftsmann das Herrenhaus und angrenzende Grundstücke. Er plante den Ausbau des Areals zu einem Luxushotel mit Poloplatz und den Bau weiterer Ferienwohnungen in den Nebengebäuden und Eigenheimen. Eine jahrelange Geschichte, in der Subventionsbetrug, Veruntreuung, Zwangsversteigerungen, Anklagen, Verurteilung und neue Investoren eine Rolle spielen, folgte. In der Zeit verkamen die Gebäude weiter, bis 2007 das Gelände wieder - dieses Mal an spanische Investoren - veräußert wurde. Auch hier wurde eine Insolvenz hingelegt und der Verfall ging weiter.
Erst im Jahr 2021 gab es einen neuen Investor, der scheinbar wirklich nicht nur Worte sondern auch Taten umgesetzt hat. Das gesamte Grundstück wurde gerodet und gesichert. Die Sanierung des Schlosses ist in Gange. Wir sind mal gespannt wann es fertig wird und wie es dann aussieht. Schön zumindest, dass so ein Schmuckstück wieder gerettet wird.
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